Mit Larry Garner und „The Norman Beaker Band“

07.05.2018 | Bernd Speckmann |

Blues vom Feinsten

Westfälische Nachrichten - 07.05.2018
Memo Gonzales

Larry Garner (Mitte) plus Norman Beaker (r.) und seiner Band. Foto: Axel Engels

Greven - Larry Garner und The Norman Beaker Band – das bedeutet Blues mit einer gehörigen Prise Funk und Soul bereichert. Von Axel Engels

Mit Larry Garner und „The Norman Beaker Band“ hat der Beat Club Greven am Freitag eine international renommierte Formationen der Bluesszene in den Gewölbekeller geholt. Da wollte niemand dieses unter die Haut gehenden Musikerlebnis verpassen, war die Resonanz bei den Liebhabern feinsten von Hand gemachten Blues einfach groß.

Larry Garner und Norman Beaker sind beide in der „Blues Hall of Fame“ aufgenommen, da muss man dem Beat Club Greven ein besonderes Lob aussprechen, dass er solche legendären Größen des internationalen Blues zum Vergnügen des Publikums nach Greven holen konnte.

Und Larry Garner war an diesem Abend bestens aufgelegt, hatte mit seiner natürlichen Art sofort die Sympathien des Publikums. Er agierte nicht wie ein abgehobener „Star“, war ganz beim Publikum. Bei jedem Song spürte man die Leidenschaft und Spielfreude, die er sich über so viele Jahre auf Bühnen erhalten hat.

Mit Norman Beaker und den Musikern seiner seit den 70er Jahren erfolgreichen Band hat er schon viele Jahre über zusammengespielt, da war der Dialog jederzeit stimmig.

Wenn im Gewölbekeller „Cheatin’ Love“ erklang, dann ließ man sich von der Gefühlstiefe des Songs einfangen. Larry Garner hat eine ganz eigenen Spielweise des Louisiana Blues kreiert, wobei er offen für Funk, Soul und Pop ist, sich stilistisch nicht in eine Schublade packen lässt.

Mit humoristisch eingefärbten kleinen Anekdoten aus dem Alltagsleben lockerte Larry Garner als dreimaliger „Blues-Songwriter des Jahres“ die Stimmung auf, musste man bei seinen Lebenshilfen bei „Nobody cares for a man with a broken heart“ für die nach einer Trennung arg geplagten Männer einfach schmunzeln.

Auch für Ausflüge in rockige Welten war dieser Abend gut. Norman Beaker war als ganz versierter Gitarrist auch dort zu Hause. Mit dem punktgenau spielenden Schlagzeuger Steve Gibson, dem Bass-Gitarristen John Price und dem Pianisten Nick Steed hatten Larry Garner und Norman Beaker professionelle Musiker zur Seite, die jederzeit auch für eigene Improvisationen gut waren. Bei „Funk it up“ kochte es im Gewölbekeller, mit ungebremster Energie und Spielfreude konnte Larry Garner sich ausleben.

Quelle: Westfälische Nachrichten
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